Vital KW 26/26 – Tipps gegen die Sommerhitze

Tipps gegen die Sommerhitze

Senioren sind im Sommer bei Hitze besonders gefährdet. Warum ist das so?

Der Körper kann die Hitze nicht mehr so gut ausgleichen, der Mechanismus der „Selbstkühlung“ funktioniert nicht mehr so gut. Im Alter nimmt auch das Durstgefühl ab und der natürliche Trinkreiz vermindert sich. Dadurch wird weniger Flüssigkeit aufgenommen als notwendig.

Was sollte man trinken?
Auf keinen Fall sollte man Alkohol trinken. Auch Weinschorle und Radler sollte man meiden, auch wenn sie gefühlt richtig erfrischen. Alkohol erweitert die Blutgefäße und dadurch kann es zu Schwindelgefühlen kommen, im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit. Alkohol reduziert auch die Flüssigkeit im Körper. Auf pure Säfte sollte man auch verzichten und Kaffee nur in der üblichen Menge trinken. Am besten trinkt man Mineralwasser oder Leitungswasser. Auch dünne Saftschorlen oder ungesüßter Tee sind geeignete Durstlöscher. Sie sollten nicht eiskalt, sondern nur leicht gekühlt oder lauwarm sein.

Bei Hitze sollte auf ein üppiges Essen verzichtet werden. Leichte Mahlzeiten mit Gemüse sind die bessere Wahl.

Eiskaltes Duschen ist zum Abkühlen nicht geeignet. Dies ist ein Mythos. Durch den großen Temperaturunterschied wird der Körper doppelt belastet. Deshalb wird empfohlen lauwarm zu duschen. Der Körper wird effektiv abgekühlt, wenn man die Unterarme für etwa 30 Sekunden unter fließendes, kühles Wasser hält. Alternativ kann man die Innenseiten der Arme, Schläfen und den Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern bedecken.

Hier zusammengefasst einige Tipps:

  • Getränke bereitstellen und die Menge – 1,5 bis 2 Liter – protokollieren
  • farbige Gläser, feste Trinkzeiten oder Erinnerungszettel machen das Trinken leichter
  • Blutdruck und Blutzucker ggf. häufiger kontrollieren
  • Patienten mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten sich täglich wiegen
  • Leicht und regelmäßig essen
  • Luftig anziehen und für ein kühles Zuhause sorgen
  • nicht eiskalt duschen
  • Arme, Schläfen und Nacken kühlen
  • kühle Rückzugsorte nutzen

 

Quelle: DRK, LZG RLP, Malteser