Vital KW 21/26

Pfingsten

Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte Hauptfest der Kirche. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Es wird 50 Tage, also sieben Wochen nach Ostern und zehn Tage nach Himmelfahrt gefeiert. In vielen Sprachen kennt man die Bezeichnung „Pentekoste“ für Pfingsten. Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „der fünfzigste Tag“. Pfingsten wird, wie Ostern und Weihnachten auch, an zwei Tagen gefeiert.

An Pfingsten feiern Christen den Heiligen Geist, der auf die Jünger Jesu herabfuhr und ihnen den Mut und die Gabe verlieh, die Lehren Jesu Christi in alle Welt zu verbreiten. So erreichten sie, dass viele Menschen an Jesus Christus glaubten und dadurch immer mehr Gemeinden entstanden. Pfingsten wird auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet. Im katholischen Kirchenjahr ist Pfingsten eines der Hochfeste. Allerdings bleibt das Verhältnis zum Heiligen Geist für viele Christen abstrakt. Die Taube gilt als Symbol für den Heiligen Geist. Deshalb wurde früher in vielen Kirchen durch sogenannte Heiliggeistlöcher symbolisch eine Holztaube von der Decke herabgelassen.

Auch zu Pfingsten gibt es die unterschiedlichsten Bräuche, von denen wir hier ein paar beschreiben wollen.

In einigen Dörfern der Nordpfalz wurden sogenannte Pfingstbäume aufgestellt, das wurden Nadelbäume, die in der Nacht vor Pfingsten von jungen Männern des Ortes aus dem Wald geholt wurden und neben der Dorfwirtschaft aufgestellt wurden. Oft wurden das Gasthaus und das Dorf geschmückt, denn am Pfingstmontag fanden in vielen Ortschaften Tanzveranstaltungen statt. Der Pfingstbaum wurde versteigert und vom Erlös bekamen die jungen Männer, die den Baum geschlagen hatten, zur Belohnung Bier spendiert.

In der Pfalz blicken die Geißbockversteigerung in Deidesheim und die Wahl des Käskönigs in Bad Dürkheim auf eine lange Tradition zurück.

Der sogenannte Pfingstochse ist eine der bekanntesten Traditionen. An Pfingsten fand der erste Weidegang des Viehs nach dem Winter statt. Die Tiere wurden in einer feierlichen Zeremonie auf die Felder geführt. Dabei war der stärkste Ochse, der mit Blumen und Kränzen geschmückt wurde, an der Spitze des Umzugs.

Im Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt kennt man das „Dreckschweinfest“. Die Pfingstburschen wälzen sich im Schlamm um den Winter zu vertreiben. Dieses Fest ist bereits seit 1620 im Mansfelder Land belegt.

Quelle: EKD.de, Katholisch.de, Kirche-entdecken.de