Vital KW 20/26

Christi Himmelfahrt – Vatertag

Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt ist, anders als der „Tag der Arbeit“, ein kirchlicher Feiertag. Anders als der 1. Mai wird dieser nicht immer am selben Datum gefeiert, sondern hängt vom Ostertermin ab. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag nach Ostern gefeiert, was immer ein Donnerstag ist. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der späteste der 3. Juni. Die Christen feiern an diesem Tag die Aufnahme Jesu in den Himmel.

Während die meisten Evangelien ihre Berichte über Jesus mit der Auferstehung enden lassen, kann man im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte von seiner Himmelfahrt lesen. Es wird beschrieben, wie Jesus seine Jünger 40 Tage nach seiner Auferstehung begleitet hat. Dann heißt es, ist er „gen Himmel“ aufgefahren (Lukas 24,51). In der Apostelgeschichte wird diese Himmelfahrt sogar genauer beschrieben: Dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg von ihren Augen“ (Apostelgeschichte 1,9). Die Vorstellung der Wolke entspricht der menschlichen Vorstellung des Himmels. In der Bibel ist mit „Himmel“ der Ort gemeint, an dem Gott ist.

Christi Himmelfahrt setzt für Christen das Versprechen Gottes fort, dass der Tod nicht das letzte Wort behält. Durch die Auferstehung und Himmelfahrt Christi soll die ganze Schöpfung erlöst werden. Christen feiern an Himmelfahrt: Jesus ist zwar nicht mehr hier, aber er lebt. Seit der Himmelfahrt ist der Himmel überall dort, wo Jesus Christus ist.

Die christlichen Kirchen begehen Christi Himmelfahrt meist mit Gottesdiensten, die teilweise unter freiem Himmel oder an anderen besonderen Orten gefeiert werden. Da der Feiertag auch als „Vatertag“ gilt, nehmen viele Gemeinden das zum Anlass, einen Gottesdienst zu feiern, der die neuen Traditionen mit aufnimmt.

Vatertag

Neben dem kirchlichen Christi Himmelfahrt wird der Tag auch als Vatertag gefeiert. Als Vatertag ist er ein relativ junger Feiertag. In seiner heutigen Form hat der Vatertag  seinen Ursprung in den USA, wo er bereits seit 1910 gefeiert wird.

Über die Hintergründe dieses Brauches gibt es verschiedene Versionen. So soll er auf den Vater aller Väter zurückgehen, denn an Christi Himmelfahrt ist Jesus Christus zu Gott, seinem Vater, zurückgekehrt. Deshalb sollen an diesem Tag auch die Kinder ihre Väter besuchen und ehren.

Bei uns gab es bereits im 19. Jahrhundert feuchtfröhliche Wanderungen zum Vatertag. Diese sollen ihren Ursprung von einem germanischen Brauch haben, denn es war üblich, dass man einmal im Jahr seine Besitztümer abschritt. Dieser Brauch war noch bis ins Mittelalter üblich und wurde nach der Christianisierung am Himmelfahrtstag durchgeführt. An diese Wanderungen knüpfen die feuchtfröhlichen Vatertagstouren an. Allerdings gibt es mittlerweile am Vatertag sehr viele Veranstaltungen für die gesamte Familie.