Vital KW 15/26
„April, April der macht was er will!“
Für den April gibt es viele Bauernregeln, aber diese kennt wohl jeder. Aber woher kommt sie, welchen Ursprung hat sie und welche Bedeutung hat sie heute noch?
Ihren Ursprung hat die Regel im ungewöhnlichen Wetter des Aprils. Die besondere Wetterlage ist der Übergang des Winters in den Frühling. Deshalb kann es vorkommen, dass sich an einem Tag die verschiedensten Wetterlagen abwechseln, morgens Hagel, mittags Sonne und am Nachmittag wieder Sturm und Regen. Mitunter wechselt die Wetterlage auch stündlich. So kennt man einen typischen Apriltag.
Die Meteorologin Lisa Brunnbauer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt, wie das wechselhafte Aprilwetter zustande kommt: „In dieser Zeit ändert sich zum einen der Sonnenstand. Die Rotationsachse der Erde verändert sich und die Nordhalbkugel neigt sich wieder mehr zur Sonne. Es kommt also zu einer stärkeren Sonneneinstrahlung, wodurch sich der Boden erwärmt und warme Luft aufsteigt. Gleichzeitig gibt es in höheren Schichten zu dieser Zeit noch kältere Luft, oft aus Nordosten, die absinkt.“ Durch dieses Wechselspiel kommt es zu den typischen, plötzlichen Wetterumbrüchen.
Früher trat dieses typische Aprilwetter an ca. zehn Tagen im April auf. Allerdings haben Wissenschaftler beobachtet, dass seit 2007 diese Aprilwetterlagen immer seltener werden und nur noch an rund drei Apriltagen auftauchen. Ob dies eine Auswirkung des Klimawandels ist, muss noch untersucht werden.
Es gibt viele Bauernregeln im April, einige werden auch mit Heiligen in Verbindung gebracht. Hier haben wir eine kleine Auswahl für Sie ausgesucht:
- Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.
- Hat Sankt Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä’n
- April warm und nass, tanzt die Magd ums Butterfass.
- Bläst der April mit beiden Backen, gibt’s viel zu jäten und zu hacken.
- Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.
- April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.
- Gibt’s an Markus Sonnenschein, so bekommt man guten Wein.
- Auf Aprilflöckchen folgen Maiglöckchen.
- Regen auf Walpurgisnacht hat stets ein gutes Jahr gebracht.
- Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Heu und Korn in voller Pracht.
Quelle: Wochenzeitung Steinfurt, DWD, Wetter.de



