Vital KW 14/26

Karfreitag

Der Karfreitag ist einer der wichtigsten Feiertage im Kirchenjahr, denn der Tod Jesu hat für den christlichen Glauben eine besondere Bedeutung. An diesem Tag gedenken Christen an die Leiden und das Sterben Jesu Christi am Kreuz, denn Jesus ist für die Sünden der Menschen gestorben. Am Kreuz sagt er kurz vor seinem Tod den Satz: „Es ist vollbracht“.

Die Woche, in der der Karfreitag liegt, nennt man die Karwoche. In dieser Woche liegen noch weitere Tage mit Bedeutung. Der Palmsonntag, an dem Jesu in Jerusalem eingezogen ist, der Gründonnerstag, der Tag des letzten Abendmahls und der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe. Der Name Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ (Klage, Kummer, Trauer) ab. Es ist ein trauriger Tag, denn an diesem Tag wurde Jesus gekreuzigt. Der Karfreitag ist in allen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Es ist ein „stiller Feiertag“, an dem Musik- und Tanzveranstaltungen und verschiedene Märkte nicht stattfinden dürfen.

Bei evangelischen und katholischen Christen ist der Karfreitag ein Fast- und Abstinenztag, an dem es traditionell Fisch, die klassische Fastenspeise, gibt.

In der katholischen Kirche wird kein mit Festfreude verbundenes Sakrament gefeiert. In der Kirche ist der Altar schmucklos, ohne Kerzen und Altartücher, die Kreuze sind verhüllt und das ewige Licht brennt nicht. Viele Katholiken gehen am Vormittag des Karfreitag den Kreuzweg, das sind die 14 Stationen des Leidenswegs Jesu.

Die evangelischen Christen feierten den Karfreitag lange mit festlichen Abendmahlsgottesdiensten. Erst in jüngerer Zeit werden schlichtere Gottesdienste gefeiert, in denen auch auf Altarschmuck und Kerzen verzichtet wird. In vielen Kirchengemeinden schweigt die Orgel.

In beiden christlichen Kirchen gibt es von Gründonnerstag bis zum Auferstehungsgottesdienst am Sonntag kein Glockengeläut. Eine Ausnahme ist das Glockengeläut zur Todesstunde Jesu Christi am Karfreitag um 15:00 Uhr.

Bauernregeln zum Karfreitag:
„Am Gründonnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen.“
„Wie der Wind ist am Karfreitag, wird er sein das ganze Jahr.“
„Wenn’s dem Herrn ins Grab regnet, so gibt’s einen trockenen Sommer.“
„Karfreitag Sonnenschein – bringt uns reiche Ernte ein.“

Quelle: ekd.de, Katholisch.de, Wikipedia