Vital KW 10/26
Barrierearme Gärten
Mit dem Frühjahr beginnt auch wieder die Gartenarbeit. Überlegen Sie doch einmal, ob Sie Ihren Garten barrierefrei anlegen.
Barrierefrei, wer kennt den Begriff nicht? Was in der Wohnung mehr Selbstständigkeit erlaubt, ist auch im Garten möglich. Aber wie kann man das realisieren? Schon bei der Planung stößt man auf die Problematik der Weggestaltung. Barrierefreie Wege benötigen eine Breite von mindestens 1,20 Meter, rutschfesten Belag, keine Stufen, nur Rampen. Zur Barrierefreiheit gehört auch eine gute Beleuchtung. Jeder, der einen Garten hat, wird sich die Lichtfrage stellen und zu dem Ergebnis kommen: Die hinterste Ecke vom Garten bleibt auch in der hellsten Nacht verborgen. Trotzdem ist bereits viel gewonnen, wenn man die wichtigsten Wege gut ausleuchtet.
Kleine Tricks – große Hilfe
Gärtnern, das weiß man, ist entspannend. Und so soll es auch bleiben. Kleine Hilfsmittel, wie Wägelchen mit eingebautem Sitz und Halterungen für Gartengeräte, ermöglichen die Pflege der Pflanzenpracht im Sitzen. Auch ergonomisch geformte Griffe für Harken oder Rechen liegen deutlich besser in der Hand. Es muss nicht direkt eine komplette Umgestaltung des Gartens vorgenommen werden. Dieser Versuch kann schnell dazu führen, dass der Charme des Gartens auf der Strecke bleibt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Hilfsmittel, die das Gärtnern erleichtern und die Barrieren reduzieren.
Rücken schonen
Viel Freude beim Gärtnern machen Hochbeete im Garten. Diese Art der Beete, ob als Tisch oder geschlossene Kiste, ist sehr rückenfreundlich. Natürlich kann man nicht einen kompletten Garten „auf Stelzen” stellen.
Ein weiterer Punkt ist ein praktisches Bewässerungssystem, damit die langen Wege mit der Gießkanne der Vergangenheit angehören. Dabei stehen mehrere Bodendosen im Garten für den Schlauch als Zapfstation zur Verfügung. Aber die Gießkanne bleibt!
Buchtipp
In „Gärten für Senioren: Bequem und pflegeleicht“ (Verlag Eugen Ulmer) vermittelt Brigitte Kleinod Gartenfreude in jedem Alter. Dieses Buch zeigt, wie Sie Ihren Garten durch geschickte Umgestaltungen an Ihre persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse anpassen können.
„Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elisabeth Tova Bailey, erschienen im Piper-Verlag, nimmt den Leser in zwei Welten mit. Die Erzählerin bekommt eine Topfpflanze geschenkt, an der sich zufällig eine kleine Schnecke befindet.
Quelle. Spätlese
Schauen sie einmal in der Bücherei der Verbandsgemeinde vorbei, dort finden Sie natürlich auch zu diesem Thema sehr viele Ratgeber.
Zitat
Demut und größte Beharrlichkeit scheinen fast genauso notwendig beim Gärtnern wie Regen und Sonnenschein, und jedes Misslingen muss als Sprungbrett für Erfolgversprechenderes dienen.
Elizabeth von Arnim 1866 – 1941



